Etappe 5 – Nordkorsika: Wo Kurven keine Pause machen
Der Tag begann verheißungsvoll. Sonnige 22 Grad in Bastia, ein leichter Wind, der durchs Gepäck raschelte, und das beruhigende Gefühl, dass alles sitzt: Maschine, Sitzposition, Stimmung. Wir rollten früh los, Richtung Norden , dem Cap Corse entgegen – 255 Kilometer standen auf dem Programm, das meiste davon kurvig. Sehr kurvig. Der erste Abschnitt war ein Fest für alle Sinne. Die Landschaft karg, felsig und doch wunderschön. Immer wieder gaben die Straßen den Blick auf das tiefblaue Meer frei, das weit unter uns an die steilen Klippen schlug. Eine Kurve jagte die nächste, flüssig, harmonisch – ein Tanz auf zwei Rädern . Aber Korsika wäre nicht Korsika, wenn es sich nicht zwischendurch doch nochmal kurz in Erinnerung rufen würde, wer hier das Sagen hat: Ein kleiner Regenstreifen in den Bergen zwang uns zur Konzentration. Nichts Dramatisches, aber genug, um die Reifen kalt und die Sicht etwas milchig zu machen. Kaum war das Tal wieder erreicht, kehrte auch die Sonne zurück ...