Etappe 3 – Zwischen Ticketchaos und Stadtbummel: Livorno, du charmantes Biest
Der Plan für heute war eigentlich simpel: ein ruhiger Tag in Livorno, Tickets holen, vielleicht ein bisschen entspannen, und dann am nächsten Tag rüber nach Korsika. Doch wie das mit simplen Plänen in Italien so ist – sie nehmen gerne mal einen Umweg. Der Tag begann gemütlich, mit einem Kaffee und dem Gefühl, nach dem Regenritt vom Vortag etwas verschnaufen zu dürfen. Die Sonne zeigte sich, die Klamotten trockneten langsam, und die Vorfreude auf Korsika wuchs. Alles lief gut – bis wir anfingen, uns um die Fährtickets zu kümmern. Wir dachten: „Am Hafen wird man uns helfen können.“ Denkste. Der Ticket-Schalter? Geschlossen. Die Automaten? Nicht existent oder nicht funktional. Die wenigen Leute, die dort arbeiteten, zuckten nur mit den Schultern oder schickten uns vage irgendwohin. Niemand wusste etwas Genaues, niemand fühlte sich zuständig – das volle Programm zwischen Ratlosigkeit und südländischer Gleichgültigkeit. Also hieß es: Plan B – ab ins Zentrum, zur Touristeninfor...